Stelleninserat als Marketinginstrument

Stelleninserate jenseits der guten Eigenwerbung

Das Stelleninserat als wichtigstes Marketinginstrument

Wer die besten Mitarbeitenden will, sollte auch die besten Stelleninserate schreiben. Der demografische Wandel ist unaufhaltbar. Die Jahrgänge der Babyboomer werden in den nächsten Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden und ihre Positionen müssen neu besetzt werden. Der Fachkräftemangel ist bereits seit längerem ein Thema, das Wirtschaft und Medien beschäftigt. Die junge Generation an Arbeitskräften gelangt vermehrt in den Fokus. Diese tickt jedoch anders. Sie ist mit einer Vielfalt an Medien aufgewachsen und die Online-Welt gehört zu ihrem Alltag. Dem sollte bei der Personalrekrutierung ebenso eine wichtige Bedeutung beigemessen werden, wie der Ansprache im Stelleninserat. Das Stelleninserat ist heute mehr ein Marketinginstrument, denn je.

Der Arbeitgebermarkt wandelt sich zum Arbeitnehmermarkt

Die Demografie und das Selbstverständnis der neuen Generationen bestimmen das. Für Unternehmen heisst das, sie müssen um die Gunst der besten Mitarbeiter buhlen, denn diese wählen künftig selbst, für wen sie arbeiten wollen. Unternehmen, die Arbeitnehmer immer noch als Bittsteller betrachten, sollten sich dringendst von diesem Bild lösen, wenn sich für die Zukunft Mitarbeitende wünschen, die nicht einfach nur eine Arbeit erledigen, sondern zu nachhaltiger Wertschöpfung beitragen und die Unternehmensmarke mit Stolz nach aussen tragen. Ein attraktiver Arbeitgeber muss heute einiges mehr als nur einen guten Lohn bieten. Das Gesamtpaket muss stimmen und genau dieses sollte bereits im Stelleninserat vermarktet werden.

Stelleninserate, die kein Mensch lesen will

Viele Unternehmen vermarkten sich in Stelleninseraten mehr schlecht als recht und haben wohl die Macht dieses Kommunikationsinstruments noch nicht erkannt. Wir analysieren immer wieder Stelleninserate und was man da zu lesen bekommt sind öde Floskeln, langweilige Phrasen und Forderungen. Von Eigenwerbung keine Spur. Innovativer Schreibstil und attraktive Darstellung des Jobangebots? Fehlanzeige. Als Jobsuchender Mensch kann einem da schnell die Lust am Bewerben vergehen. Oft wird dann jedoch im Gegenzug von Personalrekrutierern erwartet, dass das Motivationsschreiben frisch, knackig und einzigartig daher kommt. Das passt alles nicht so richtig zusammen und zeigt deutlich das Missverständnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Diese Fakten zeigen deutlich, dass viele Unternehmen künftigen Mitarbeitenden immer noch mit autoritärem Gehabe entgegentreten. Das beginnt oft bereits im Stelleninserat.

Schönen Worten müssen Taten folgen

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Streichen Sie diese und ähnlich bekannte, viel zu oft verwendete Floskel ein für alle Mal aus Ihren Stelleninseraten. Oder: „Wir bieten Ihnen ein abwechslungsreiches und spannendes Aufgabengebiet“. Wenn das tatsächlich so ist, dann schreiben Sie doch ganz konkret, was Sie damit meinen. Wecken Sie Bilder in den Köpfen der Stellesuchenden. Wecken Sie den Wunsch bei den Bewerbern, bei Ihnen – und nur bei Ihnen – zu arbeiten. Selbstverständlich reicht es nicht aus, viel zu versprechen. Schönen Worten müssen stets Taten folgen, damit die Glaubwürdigkeit gegeben ist. Corporate Language ist das eine. Corporate Behaviour das andere. Was im Stelleninserat versprochen wird, muss der Job und das Unternehmen letztendlich auch halten können.

Die 7 wichtigsten Tipps für Ihr Stelleninserat finden Sie hier.

Gabriela Gees

 

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